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Rundreise Highlights im Februar 2016
Kalahari, Fishriver Canyon, Wildpferde der Namib, Sossusvlei, Deadvlei, Swakopmund, Damaraland, Etosha
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15.02.2016

Endlich war es soweit, die erste Rundreise, die Annelise, Ingo und ich ein Jahr zuvor organisierten, startete.

Nach Ankunft in Windhoek fuhr Annelise uns zur Gammams Primary School wo wir im Rahmen des Sonnenkinder Projektes einen Besuch eingeplant hatten. Es war sehr bewegend und es gibt eine Menge vor Ort zu tun um z.B. den Spielplatz der Schule mit neuen Spielgeräten zu bestücken. Im Rahmen meiner Reisevermittlung möchte ich gerne in Zukunft einen festen Obolus einrichten um Gelder für die Schule zu sammeln. Derzeit wird die Suppenküche unterstützt und die Toiletten müssten auch dringend saniert werden.

 

Die Kinder und Lehrer freuen sich sehr über unser Interesse und man kann dort mit kleinen Beträgen viel bewegen. Eine Patenschaft für ein Schulkind beträgt gerade einmal 20 Euro pro Monat, damit wird sicher gestellt, dass das Kind mit Schulmaterial ausgestattet wird und zur Schule gehen kann.

 

Mein Patenkind Carlos hatte an unserem Anreisetag Geburtstag und nicht nur er bekam von mir ein Geschenk sondern auch seine Klasse in Form von Malblöcken, die Annelise mir netterweise vor Ort besorgt hatte.

 

Danach ging die Fahrt weiter zu unserer ersten Unterkunft, der Okapuka Ranch, nördlich von Windhoek. Die Bungalows auf Okapuka sind mit allem Komfort ausgestattet und mit Wandmalereien des Künsters Aschenborn versehen was den Räumen ein ganz eigenes Flair gibt. Wenn es nachts ruhig wird, kann man das Brüllen der Löwen aus den Hügeln um die Lodge herum hören.

Morgens wird man vom Schrei des Grauen Lärmvogels (auch Go-Away-Bird genannt), dem Zwitschern der Webervögel oder einer Gruppe Perlhühner geweckt. Gibt es einen schöneren Wecker?

Auf Okapuka war erst einmal Relaxen am Pool angesagt und der erste Sonnenuntergang inklusive Gin Tonic, unserer Malaria Prophylaxe ;-)  auf dem afrikanischen Kontinent. Beim Abendessen zog eine Herde Gnus vor das Restaurant, es war herrlich.

https://www.youtube.com/watch?v=rcTEYwqsCCc

 

Mein Tipp: 

Hinsichtlich der Direktflüge nach Namibia empfehle ich Air Namibia. Die staatliche Fluggesellschaft bietet viel Komfort, Beinfreiheit und einen guten Service an Bord.

16.02.2016

Am nächsten Morgen begann nach einem guten Frühstück die Rundreise durch die endlose Weite Namibias mit Stop in Rehoboth, der Basterstadt in der Region Hardap, zur Kalahari Red Dunes Lodge.

https://www.youtube.com/watch?v=eCmoOXlihY4

Die Lodge ist wundervoll angelegt mit großzügigen Bungalows die teils massiv und teils aus Zeltwänden bestehen, so dass man ganz nah an der Natur ist. Dies erfuhren wir dann im Laufe des Nachmittags hautnah als ein heftiges Unwetter aufzog mit Gewitter, Regen und Sturm. In Bruchteil von Sekunden stand alles unter Wasser, leider auch ein paar Bungalows aber die Lodge Angestellten hatten bis zum Abend alles wieder im Griff, nasse Matratzen wurden ausgetauscht und wir konnten den Abend im Haupthaus bei einem köstlichen Dinner und Kerzenschein genießen. Auch das zahme Erdmännchen Toffie war mit von der Partie und bettelte wie ein kleiner Hund am Tisch.

Durch den Regen kamen auch etliche Insekten zum Vorschein unter anderem die faszinierenden und riesigen Tausendfüßler und Weißrandraubkäfer.

Früh am nächsten Morgen unternahmen wir noch eine Naturfahrt mit dem offenen Jeep und konnten das Wunder nach einem Regenguss in der Kalahari miterleben, wenn es plötzlich grünt und blüht. Auch die ersten Tiere wie Oryx und Springböcke konnten wir vom Jeep aus beobachten.

 

Mein Tipp:

Namibia ist ein Paradies für Fleischesser. Dennoch kamen die Vegetarier unserer Gruppe nicht zu kurz und erhielten köstliche Alternativen zu jeder Mahlzeit.

Ich kann jedoch jedem nur empfehlen, wenigstens einmal ein Stück des fantastischen Wildfleisches zu probieren oder die meist angebotenen Chicken - oder Fischgerichte zu bestellen. Die Qualität ist ganz hervorragend und nicht mit dem bei uns angebotenen Fleisch zu vergleichen. Und die Namibier freut es, wenn es schmeckt und man ihre landestypischen Köstlichkeiten zu schätzen weiß. Auch Biltong, das gewürzte Trockenfleisch aus Wild oder Beef, sollte man einmal probieren. Es schmeckt am besten zu einem eiskalten Draft Beer.

 

EES mit 10 Dingen, die Afrikaner nicht sagen;-)

https://www.youtube.com/watch?v=mPVGdSFUEOg

 

 

 

17.02.2016

Nach der tollen Kalahari Naturfahrt ging es mit dem Toyota Quantum weiter Richtung Süden, über Keetmanshoop und den Köcherbaumwald zur Canyon Village Lodge die wir am Nachmittag erreichten.

Es erwartete uns ein fast unwirklich anmutendes Szenario, die Lodge liegt mit ihren Häusern in einem Halbkreis, man könnte meinen es wäre ein Westerndorf und gleich reitet eine Gruppe Indianer über die Hügel.

Dazu herrschte himmlische Ruhe und das Licht war fantastisch. Es blieb wieder Zeit für eine Runde im grandios angelegten Pool und dort wartete die nächste Überraschung.

 

Horst, mein mitreisender Freund gebürtig aus Namibia, entdeckte plötzlich im Pool eine ehemalige Schulfreundin die ebenfalls in Südwest gelebt hat. Die beiden begrüßten sich mit großem Hallo, hatten sich Jahrzehnte nicht gesehen und so wurde das Wiedersehen auch für uns ein sehr schönes Erlebnis. Edith bereiste mit ihrem Mann und Helmut und Alrun zur Strassen ebenfalls Namibia und wir stellten fest, dass wir uns auf den nächsten Lodges mit großer Wahrscheinlichkeit wiedersehen würden. Es war uns ebenfalls eine große Freude, den Anekdoten Helmut zur Strassens zu lauschen, der 1953 als Farmverwalter nach Namibia gegangen war und später dort einer der ersten Reiseleiter wurde. Mittlerweile 87-jährig und topfit hatte er eine Menge zu erzählen. Auch besitzt er die größte Mollusken-Sammlung Namibias und hat etliche Bücher über Namibia herausgegeben.

Helmut hatte an dem Tag Geburtstag und die Lodge Mitarbeiter und Gäste sangen für ihn ein schönes Ständchen.

https://www.youtube.com/watch?v=8MBOB0iaWJE

Mein Tipp:

Früh morgens aufstehen und mit der Kamera bewaffnet in Richtung Felsen wandern. Der Sonnenaufgang und die Morgenstimmung sind unvergleichlich, ebenso das Gezwitscher der Vögel. Danach schmeckt der Kaffee umso besser. Auch kann man die Lodge von den Felsen aus wunderbar fotografieren.

18.02.2016

Heute durften wir etwas länger schlafen da wir zum Fischriver Canyon fuhren der nicht weit entfernt war. Dort angekommen ein atemberaubender Ausblick und ein Rundgang entlang des Canyons bis zur Nordseite. Und wieder Stille pur. Während ein Teil der Reisegruppe bis zum nördlichen Aussichtspunkt lief entdeckte der andere Teil eine Gruppe Paviane die mit lautem Geschrei in der Schlucht verschwandt.

Am Canyon trafen wir dann auch Edith und ihre Reisebegleitung wieder. Auf dem Rückweg zur Lodge fuhren wir noch zum Canyon Roadhouse zum Tanken und Mittagsessen. Total crazy und man sollte es gesehen haben.

Am Abend dann das absolute Highlight: eine Wanderung zu den roten Felsen mit Aufstieg zum Sundowner mit Gin Tonic, Savanna Dry  oder Windhoek Lager an der Felsenbar. Unfassbar schön dann der Sonnenuntergang mit weitem Blick über das Land. Man möchte am liebsten gar nicht mehr zurück.

Nachmittags hatte Ingo bei ca. 40 Grad im Schatten für uns einen Potjiekos mit Springbock und Lammfleisch über offenem Feuer in einem typisch afrikanischen gußeisernen Topf gezaubert. Dazu gab es einen köstlichen Mieliepap, den afrikanischen Maisbrei. Es schmeckte wundervoll und wir konnten gar nicht genug davon bekommen.

Ein herrlicher Tag ging zu Ende und wir fielen müde ins Bett.

Mein Tipp:

Ein herrlich kühles und antialkoholisches Getränk ist der Rock Shandy (Limonade mit Angostura, Soda und Eis) oder Malawi Shandy (Ginger Ale, Lemon lime Soda mit Angostura und Eis). Unbedingt probieren, er schmeckt köstlich und löscht gut den Durst.

19.02.2016

Ingos Ansage: 07.00 Uhr Frühstück und Koffer raus, 08.00 Uhr Abfahrt. Langsam spielte sich alles ein.

Wir fuhren in Richtung Westen mit Kurs auf die Namib Wüste und unser neues Domizil, Klein Aus Vista / Eagles Nest und waren gespannt was uns dort erwartet. Unterwegs ein Stopp am Fischriver Fluss bevor wir mittags in Klein Aus Vista eintrafen und uns erstmal ein leckeres Mittagessen erwartete und noch eine Fahrt zu den Wildpferden der Namib am Garub Water Hole.

Dann wurde es spannend da unsere Unterkunft ca. 7 km von der Lodge entfernt lag. Der Toyota rumpelte mit Anhänger über eine Schotterpiste zu den Chalets mit Blick auf die Aus Berge. Es war unbeschreiblich. Die Chalets waren in die Felsen eingebaut und boten allen Komfort den man sich wünschen konnte. Wieder eine absolute Stille die wir in Deutschland gar nicht mehr kennen.

Abends fuhren wir zum Essen runter zur Lodge und konnten wieder einen faszinierenden Sonnenuntergang miterleben. Danach ging es zurück und hoch in die Chalets wo wir noch gemütlich eine Flasche Wein tranken und uns über die Einträge im Gästebuch amüsierten. Besonders über Leos imaginäre Geschichten über Pavian-Angriffe;-)

https://www.youtube.com/watch?v=PVmAx9NBOaI

Mein Tipp:

Unterwegs Fleisch, Brot oder Maismehl kaufen um ein afrikanisches Braai (Barbecue) in den Chalets zu machen. Es sind dort Grillplätze vorhanden, ebenfalls waren die Kühlschränke mit südafrikanischen Weinen, Bier etc gut gefüllt und eine Küche mit Essplatz für 6 Leute gibt es in Bungalow Boulder 1 und 2. Der Sonnenuntergang muss von dort oben göttlich sein.

20.02.2016

Nach einer weiteren Nacht in absoluter Stille im Eagle's Nest fuhren wir mit Anhänger und Gepäck wieder zur Lodge um zu frühstücken bevor es weiter über die Schotterpiste in Richtung Sossusvlei ging.

Kurz bevor wir zur Sossus Dunes Lodge abbogen, machten wir noch einen Stopp am Sesriem Canyon. Die Hitze war mittlerweile fast unerträglich und wir waren froh, als uns am Parkplatz der staatlichen Lodge im Namib Naukluft Park ein offener Jeep abholte und uns den Weg hinauf fuhr. Ein Fußmarsch wäre mörderisch gewesen. Auf der Lodge angekommen bezogen wir unsere Rundbungalows und trafen uns am Spätnachmittag wieder am Bus um zur Düne 45 zu fahren.

Dort war gerade eine Gruppe Paraglider angekommen, die mit ihren Schirmen die Düne erklommen um vom Kamm aus die Thermik zu nutzen und nach unten zu schweben. Auf was für Ideen Menschen kommen..........Bei Einbruch der Dämmerung fuhren wir wieder zurück zur Lodge und freuten uns auf kalte Getränke und ein leckeres Abendessen. Beim Blick von der Terrasse entdeckte ich einen Schabracken Schakal der tatsächlich darauf wartete, dass ein Häppchen für ihn abfiel.

https://www.youtube.com/watch?v=MmYHZRtRw68

Mein Tipp:

Eine Fahrt zur Elim Düne, die auf dem Weg von Sesriem in Richtung Sossusvlei zu erreichen ist.  Die Elim Düne wurde nach der Farm benannt die sich hier einst befand. Sie ist mit Grasbüscheln bewachsen und leicht zu besteigen.

Besonders schön präsentiert sich die Düne im Licht der auf-oder untergehenden Sonne.

21.02.2016

5.00 Uhr aufstehen......nach einer unglaublich heißen Nacht, die einige Mitreisende teils auf ihren Liegen auf der Terrasse des Bungalows verbrachten, stellten wir verschlafen unsere Koffer vor die Tür und sammelten unsere Frühstückspakete ein. Die Fahrt zum Deadvlei und zum Sossusvlei ging ziemlich schweigend über die Bühne aber die Morgendämmerung war trotzdem traumhaft.

Am Sammelpunkt angekommen, stiegen wir in einen Allradjeep um der uns holpernd zum Parkplatz am Deadvlei brachte. Das letzte Stück mussten wir entweder über die Düne klettern oder an deren Rand vorbei laufen. Aber Dank Ingo der uns zu nachtschlafender Zeit aus den Federn getrommelt hatte, waren wir die Ersten die sich auf den Weg machten und konnten so die herrliche Stille und den Sonnenaufgang über dem Vlei genießen.

Nach einer zweistündigen Fototour bei ständig wechselndem Licht fuhren wir mit dem Jeep ins Sossusvlei zu einem weiteren Fotostopp. Die Dünenlandschaft ist einfach magisch und man kann sich gar nicht satt sehen. Unser Guide entdeckte noch einen Wüstenuhu in einem Baum der sich jedoch nicht um seinen Mittagsschlaf bringen ließ.

 

Nachdem wir alle begeistert aus den Dünen zurückkamen, fuhren wir zurück zur Lodge um den Hänger mit unserem Gepäck wieder abzuholen.

Dann ging unsere Fahrt weiter in die Namib und zur Namib Desert Lodge die wir am Mittag erreichten. Ursprünglich war geplant, dass wir mit dem Jeep weiter zum Namib Dune Star Camp fahren sollten, da es aber wahnsinnig heiß war, stellte uns die Lodge zusätzliche Zimmer kostenlos zur Verfügung. Dort konnten wir unsere Koffer parken und nachmittags den Pool der Anlage nutzen. Gegen fünf Uhr fuhren wir dann mit kleinem Gepäck zum Dune Star Camp wobei ein Teil unserer Gruppe noch eine Naturfahrt unternahm.

 

Uns erwartete die nächste Überraschung. Das erst 2 Jahre alte Camp liegt traumhaft in den versteinerten Dünen und es gab die Möglichkeit, die Betten aus den Bungalows auf die Terrasse zu schieben und im Freien zu schlafen. Das Abendessen wurde auf der Terrasse des kleinen Haupthauses mit viel Liebe angerichtet und so saßen wir bei Sonnenuntergang alle zusammen und konnten die wunderbare Stille in den versteinerten Dünen genießen. Im Bungalow angekommen, schoben wir unsere Betten nach draußen und die Vollmondnacht war einfach unbeschreiblich schön. Man war zwischen Schlafen und Wachbleiben hin und her gerissen.

https://www.youtube.com/watch?v=2pX6MwAW8zE

Mein Tipp:

Am besten früh in den Namib Naukluft Park fahren, es wird ansonsten recht voll und laut und die schöne Stimmung ist dahin. Das Licht am frühen Morgen ist ein absoluter Traum und für Fotografien bestens geeignet. Im Deadvlei zieht dann auch  die Sonne auf, ein grandioses Farbenspektakel.

 

22.02.2016

Für den nächsten Morgen hatten uns die beiden Lodge Mitarbeiter eine ungewöhnliche Sternenkonstellation angekündigt, bei der Merkur, Venus, Mars, Saturn und Jupiter eine Art Planetenkette bilden wie sie nur sehr selten so klar am Himmel zu sehen sind. Drei Mitreisende und Ingo fanden sich also in aller Frühe gegen halb sechs auf der Terrasse der Lodge ein um diesem Spektakel beizuwohnen. es wurde außerdem noch das Sternbild des Skorpions erklärt, das ebenfalls sehr deutlich am Himmel zu erkennen war. Dazu gab es einen herrlichen Kaffee und etwas Gebäck und selbstverständlich wieder einen fantastischen Sonnenaufgang.

 

Nachdem sich der Rest der Reisegruppe aus dem Bett geschält hatte, fuhren wir mit dem Jeep wieder hinunter zur Lodge um dort in Ruhe zu frühstücken bevor die Fahrt über Solitaire und Rostock weiter ging in Richtung Swakopmund.

 

In Swakpmund angekommen, brachte uns Ingo zur Lodge "The Stiltz", ein auf 3,50m hohen Stelzen gebautes holiday resort an der Lagune, die zum Atlantik führt. In der Lagune kann man Pelikane und Flamingos aus nächster Nähe betrachten.

Auch gibt es auf dem Gelände Dromedare, die nicht gerade zu den typischen Tierarten in Namibia gehören sondern während der Kolonialzeit dort angesiedelt wurden. 

Nachdem wir unsere Bungalows bezogen hatten, war Freizeit in Swakopmund angesagt. Zuerst suchten wir auf Empfehlung von Ingo ein Fotogeschäft auf, da zwei Mitreisende sich eine neue Kamera kaufen wollten. Danach stöberten wir durch ein paar schöne Geschäfte und kehrten im Cafe Anton ein. 

 

Für den Abend hatten wir einen Tisch im The Tug direkt an der Jetty reserviert. Nach einem witzigen Fotoshooting auf der Brücke trafen wir uns vor dem Restaurant und wurden zu unserem Tisch begleitet.

 

Wir saßen direkt vor dem großen Panoramafenster und hatten einen spektakulären Blick auf den Atlantik und den Sonnenuntergang. Das Essen war ganz hervorragend, der Wein ebenso und wir hatten einen wunderschönen Abend. Zum "The Stiltz" konnten wir zu Fuß zurück gehen und nochmal die frische Atlantik Luft genießen.

https://www.youtube.com/watch?v=V7YLT-7-fEU

Mein Tipp:

Ein Abendessen im "The Tug" an der Jetty ist nicht nur köstlich sondern der Sonnenuntergang über dem Meer unvergleichlich schön. Bei größeren Gruppen muss ein Tisch reserviert werden, da es immer recht voll íst. 

Das Hansa Hotel hat ebenfalls ein sehr gutes Restaurant.

Wer es gerne rustikal deutsch mag, ist im Swakopmunder Brauhaus gut aufgehoben.

Die Swakopmunder Buchhandlung ist ebenfalls einen Besuch wert. Dort gibt es u.a. deutschsprachige Literatur über Namibia, vom Reiseführer über Romane, Geschichtsbücher bis hin zum Kochbuch.

23.02.2016

Der nächste Morgen in Swakopmund verhieß superschönes Wetter, kein Nebel war in Sicht, es war klar und sonnig. Ingo holte uns um 08.00 Uhr an der Lodge ab und fuhr mit uns nach Walvisbay wo wir eine Tour mit dem Katamaran nach Pelikan Point gebucht hatten.

Auf dem Katamaran gab es erst einmal einen Kaffee, gefolgt von einem guten Becher Sherry. ;-)

Begleitet wurden wir von Dodo, dem Bordpelikan der ständig auf der Jagd nach Fischen war und einer Robbe, die ebenfalls noch nicht gefrühstückt hatte.

 

Als Fische vom Skipper an der Reling in die Luft geworfen wurden, waren wir im Nu umringt von Pelikanen und Möwen, die von allen Seiten aufs Boot geflogen kamen, Im Sonnenlicht sah es wunderbar aus. Auf dem Weg nach Pelikan Point fuhren wir an einer Bohrinsel vorbei, die von Panama aus nach Walvisbay gebracht wurde. 

Auch liegen Austernbänke vor Walvisbay und zu guter Letzt erreichten wir die große Pelzrobbenkolonie. 

Von dort aus fuhren wir ein Stück aufs offene Meer um Delphine zu beobachten die sich jedoch nur in einiger Entfernung zeigten.

Auf der Rückfahrt wurde uns ein sehr köstliches Mittagessen serviert mit Austern, Meat Pies, Fisch und Gemüse, dazu ein Gläschen Sekt was wir an Bord genossen haben.

 

Wieder zurück in Walvisbay holte uns Ingo ab und wir fuhren an  Langstrand vorbei nach Swakopmund. Dort hatten wir wieder den Nachmittag zur Verfügung, kauften im ein oder anderen Souvenirshop noch ein paar nette Mitbringsel und trafen uns zum Dinner an der Rezeption von wo aus uns Ingo zum Restaurant "The Dome" fuhr wo wir noch einmal zusammen zu Abend aßen und Ingo zwei mutigen Mitreisenden, die nachmittags einen Tandemsprung gewagt hatten, einen Schnaps ausgab.

 

Mein Tipp:

Alternativ zur Katamaranfahrt kann man auch die "Living Desert Tour" bei Thommy buchen. Sie ist besonders für Kinder interessant und führt zu den "Little Five"

Wer Action mag, kann mit Quads in die Dünen fahren, Fallschirm springen, Rundflüge über die Küste buchen oder auch mit einem Kanu in der Bucht von Walvisbay paddeln.

http://www.az.com.na/tourismus/faszinierendes-namibia.431503

24.02.2016

Nach einem ausgiebigen Frühstück im The Stiltz war wieder Abreise angesagt und wir fuhren von Swakopmund aus über Hentiesbay zur C35 landeinwärts Richtung Uis. Danach ging es am Brandberg Massiv mit dem Königstein als höchster Erhebung Namibias vorbei nach Khorixas und zur Damara Mopane Lodge, unserem nächsten Domizil.

Die Lodge gehört zur Gondwana Gruppe und jedes Chalet hat seinen eigenen Obst-und Gemüsegarten. Bezeichnend für die Gegend sind die Mopane Bäume, deren Holz zu den schwersten Hölzern des südlichen Afrikas gehört und dessen schmetterlingsförmige Blätter unter anderem zur Wundheilung verwendet werden. Außerdem dient das Laub als Nahrung für Elefanten, Giraffen und Spitzmaulnashörner.

 

Der Pool der Lodge kam gerade richtig bei den unglaublich hohen Temperaturen des Tages und wir konnten wunderbar dort entspannen.

Abends wurden wir von einem Lodge Mitarbeiter zum Sundowner Deck geführt, das oberhalb der Lodge liegt und einen fantastischen Blick über die Savanne bietet. Bei einem eisgekühlten Bier oder Gin Tonic konnten wir erneut einen traumhaft schönen Sonnenuntergang sehen bevor es zum Essen wieder zum offenen Restaurant der Lodge ging.

https://www.youtube.com/watch?v=uo331msguSE

Mein Tipp:

Gerne ein bisschen Zeit nehmen für einen Rundgang durch die Anlage der Mopane Lodge um die verschiedenen Gärten zu bewundern und die Insekten, Schmetterlinge und Vögel zu beobachten und zu fotografieren.

Der Sonnenuntergang auf dem Deck etwas abseits der Lodge ist mit einer der schönsten auf der ganzen Reise.

 

25.02.2016

Unsere letzte Etappe der Reise brach an. Am 25 Februar fuhren wir morgens von der Damara Mopane Lodge in Richtung Nordosten zu unserer nächsten Lodge am Etosha Nationalpark. Der Nationalpark ist das größte Naturschutzgebiet Namibias mit mehr als 22.000 km² Fläche. 

Die Fahrt zum Etosha Safari Camp betrug ungefähr 2,5 Stunden mit Zwischenstopp in Outjo. Die Lodge befindet sich in der Nähe des Anderson Gates, der Zufahrt in den Park und besticht durch ihr herrlich buntes afrikanisches Flair. 

Die Bungalows sind landestypisch eingerichtet inkl. einer "Elefantendusche" und man kann auf der Terrasse wieder einmal die wundervolle Stille genießen.  Ein Mitarbeiter der Lodge, der uns zu unseren Bungalows führte, bemerkte treffend, es wäre ein wenig "bushy"

Am Haupthaus mit Bar und Restaurant befindet sich ein sehr schöner Pool, an dem sich unsere Gruppe erst einmal ausruhte da es sehr heiß geworden war.

Am Nachmittag fand die erste Wildfahrt in den Nationalpark statt und wir konnten etliche Antilopen und Zebras fotografieren.

Zum Abendessen spielten und sangen die Etosha Safari Boys und begeisterten uns mit ihren Liedern.

http://www.gondwana-collection.com/das-erlebnis-etosha/unterkuenfte/etosha-safari-camp/

 

26.02.2016

Nach einem köstlichen Frühstück stand ein weiterer Tag in Etosha an. Annelise hatte zu unserer Überraschung einen offenen Jeep gebucht mit dem wir morgens in den Park fuhren.

Leider waren nicht viele Tiere an den Wasserstellen, da es in den Wochen davon den ersehnten Regen gab und genug Wasser im Park vorhanden war. Wir sahen dennoch ein Nashorn, Hyänen, Giraffen, viele Zebras und Antilopen.

Mittags fuhren wir wieder zurück zur Lodge zu einer kleinen Verschnaufpause. Als wir Ingo erzählten, dass wir nicht allzu viele Tiere gesehen hätten, erwachte in ihm der "Jagdtrieb" nach Fotomotiven. Er lud uns am Nachmittag wieder in den Bus und wir fuhren abermals in den Park um nach Katzen Ausschau zu halten. Tatsächlich entdeckte eine Mitreisende zwei Löwinnen die zwar faul im Gras lagen aber immerhin hatten wir die Katzen gesehen und fotografiert. Es kamen weitere Nashörner, Zebras, Gnus, Löffelhunde und wieder jede Menge Antilopen bis wir schließlich Zeugen eines Naturschauspiels wurden.

Vor uns auf der Pad versuchte eine Baumschlange ein Chamäleon zu attackieren und zu verschlingen. Ingo hielt den Bus an und wir saßen kaum atmend und still ca. eine Stunde vor dieser Szenerie und schauten dem Kampf der beiden Reptilien zu.

Es war unglaublich spannend, die Schlange schoss immer wieder auf das Chamäleon zu, das auch schon einige Bisse eingesteckt hatte aber es wehrte sich und gab der Schlange kaum eine Chance es zu verspeisen.

Leider wurde dieses Schauspiel durch ein weiteres Touristenauto unterbrochen, das die Tiere nicht gesehen hatte. Die Schlange verzog sich auf einen Baum und das Chamäleon versuchte sichtlich angeschlagen zu entkommen. Wie der Kampf ausgegangen ist, haben wir leider nicht mehr mitbekommen. War vielleicht auch gut so.

 

Dennoch war es ein sensationelles Erlebnis, es müssen halt nicht immer die großen Tiere sein. Zurück auf der Lodge hatten wir eine Menge zu erzählen und genossen abermals das köstliche Abendessen und die wunderbare Musik.

https://www.youtube.com/watch?v=QBk5bD5tr1Y

Mein Tipp:

Die deutschsprachige Zeitung "Allgemeine Zeitung Namibia" berichtet über die aktuellen Ereignisse des Landes und gibt einen guten Überblick über den Alltag in Namibia.

 

 

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AZ Artikel März 2016.pdf
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27.02.2916

Der letzte Tag in Etosha war angebrochen. Wir luden unsere Koffer früh morgens in den Anhänger und fuhren dann in Richtung Osten quer durch den Etosha Park zum Mushara Camp. Auf dem Weg sahen wir Schwarzstörche die um diese Jahreszeit in Etosha überwintern und endlich einen Elefant, der an einem Wasserloch stand und vor sich hin döste.

 

Im Mushara Camp wurden wir freundlich mit einem kühlen Drink empfangen und bezogen wieder einmal unsere Bungalows, dieses Mal Canvas Chalets die ganz wundervoll eingerichtet waren. An den Bettpfosten hingen Laternen (ok mit elektrischem Licht aber trotzdem höchst romantisch) und jedes Chalet hatte eine eigene Terrasse mit Liegestühlen. Die Zeltwände konnten hochgeklappt werden, so dass der Wohnraum nur noch durch das Fliegengitter von der Natur getrennt wurde.

 

Der restliche Nachmittag stand zur freien Verfügung und zum Ausruhen bevor wir uns abermals zu einem gemeinsamen Abendessen auf der Terrasse der Lodge trafen. Ingo bat die Mitarbeiter der Lodge darum, etwas für uns zu singen was gerne gekonnt und mit viel Freude umgesetzt wurde. 

 

Nachts im Zelt konnte man das Lachen von Hyänen hören und morgens das Gezwitscher der Vögel. Beim Blick in der Nacht aus meinem Zelt entdeckte ich eine große Antilope die direkt vor meiner Terrasse äste.

https://www.youtube.com/watch?v=itXTJjIqv3A

 

Mein Tipp:

Im kleinen Souvenir Shop der Lodge gibt es wundervolle handgemachte Mitbringsel. Stöbern lohnt sich.

28.02.2016

Der vorletzte Tag des Urlaubs in Namibia war gekommen. Nach einem leckeren Frühstück im Mushara Camp war ein letztes Mal Koffer packen angesagt und dann ging die Fahrt in Richtung Windhoek los. Wir fuhren über Tsumeb und Otavi in Richtung Otjivarongo und von dort nach Okahandja wo wir noch einen Stopp beim Herero Friedhof an der Rheinischens Missionskirche machten und dort die Gräber der Herero Häuptlinge und der deutschen Missionare besuchten.

Die Landschaft auf der Strecke zwischen Tsumeb und Okahandja war plötzlich grün und bewachsen, einzig die ockerfarbenen Termitenhügel erinnerten noch an die Wüstenlandschaften, die wir zuvor gesehen hatten. Es sah schon fast wieder aus wie in Deutschland.

 

Unsere Fahrt führte uns wieder nach Okapuka zurück, wo unsere Reise 14 Tage zuvor begonnen hatte.

Dort bezogen wir noch einmal unsere Bungalows, gönnten uns einen Nachmittag am Pool bevor wir abends im Restaurant unsere Henkersmahlzeit einnahmen und uns ganz herzlich bei Ingo für die fantastische und sehr lebendige Durchführung der Tour bedankten.

 

 

29.02.2016

Abreisetag.....wie schade. Zwei Wochen unendliche Weite, Ruhe, Sonne, Natur und Tiere lagen hinter uns und wir hatten zum letzten Mal die Gelegenheit zu einer Wildfahrt (game drive) über das Gelände der Ranch. Auch diese Wildfahrt mit dem Jeep war wieder ein Erlebnis und wir konnten noch einmal die sensationelle Natur und die Tierwelt aufnehmen.

 

Mittags aßen wir noch eine kleine Köstlichkeit auf Okapuka, gönnten uns noch ein Bierchen oder einen Gin Tonic und dann ging es am Spätnachmittag zum Flughafen wo wir uns schweren Herzens von Ingo verabschiedeten, einige von uns mit dem Versprechen, auf jeden Fall wieder zu kommen.

 

Der Flughafen in Windhoek ist wenig spektakulär und so vertrieben wir uns noch die Zeit in den Souvenirläden und in der kleinen Bar bis unser Flug zum Boarding aufgerufen wurde.

Zu Fuß liefen wir bis zur Maschine und wurden mit einem wunderschönen Sonnenuntergang von Namibia verabschiedet. Schöner konnte es nicht sein und man mochte am liebsten gar nicht mehr weg.

 

Aber die nächste Tour steht bereits an und im August geht es von Windhoek aus in den Norden, nach Caprivi, Botswana und zu den Victoria Falls. Ich freue mich darauf und auch auf liebe Bekannte von vorherigen Reisen, die es kaum erwarten können, mit Ingo und mir wieder nach Namibia zu fahren.

Mein TIPP:

Auf Youtube hat Ees, ein bekannter namibischer Musiker und Musikproduzent Videos seiner Namibia Reise mit dem Shaggon Waggon im März 2016 hochgeladen. Super gemacht, witzig, voller Lebensfreude und mit viel Informationen über Namibia. Wenn er auch immer nice Werbung für WUMA macht....... Unbedingt einmal anschauen. Er war obviously ;-) in einigen der Lodges die wir auch besucht haben.

https://www.youtube.com/watch?v=7U_AvXFaTqE

https://www.youtube.com/watch?v=9vEcO3mP5yo