06.08.2016

Es ist fast Mitternacht und wir fliegen mit der Air Namibia SW285 über Algerien in Richtung Niger.

Die zweite selbst organisierte Reise beginnt. Dieses Mal geht es in den Caprivi Streifen mit Abstecher nach Botswana und zu den Victoria Falls nach Simbabwe.

Unsere Reisegruppe besteht aus lieben Bekannten von vorherigen Reisen die alle mit dem Namibia Virus infiziert sind, Helmut und Florian aus Graz, Anne, Laura und Andrea aus Essen und ich.

Es fühlt sich alles sehr entspannt an und alle sind voller Vorfreude auf unsere gemeinsame Tour in den Norden des Landes, den wir alle noch nicht kennen.

Auf der anderen Seite des Äquators wartet schon Ingo, unser Freund und Tourguide auf uns und holt uns in ein paar Stunden am Flughafen ab.

Später überqueren wir unter etwas Gerappel den Äquator, dann geht es in Richtung Angola und morgens in der Frühe wird uns ein Frühstück serviert bevor wir sicher in Windhoek am Hosea Kutako Flughafen landen.

7.8.2016

Früh morgens um halb sechs landen wir in Windhoek, es ist empfindlich kalt, willkommen im Winter in Afrika. 

Nachdem wir durch die Passkontrolle sind und unsere Koffer haben, begrüßt uns Annelise sehr herzlich, die auf Selbstfahrer wartet. Es ist fast wie nach Hause zu kommen.

Auch Ingo ist schon da und freut sich, dass es endlich los geht.

Die Koffer werden im Quantum verstaut, wir sortieren uns ein wenig und schon fahren wir durch Windhoek in den Norden, Richtung Okahandja. Eigentlich hat Ingo vor mit uns dort einen Kaffee zu trinken aber es ist Sonntag und das Cafe hat geschlossen.

Fahren wir also direkt zur Mount Etjo Lodge, unserem ersten Domizil auf dieser Reise.

Auf dem Weg zur Lodge machen wir schon einige Stopps und Ingo erklärt uns ein paar Bäume und Vögel. 

Die Lodge liegt vor dem Mount Etjo und ist normalerweise von Wasser umgeben. Jetzt in der Trockenzeit ist jedoch nur eine kleine Pfütze übrig geblieben die gerade noch für ein paar Flusspferde und Vögel reicht.

Es ist trotzdem ein wunderschönes Fleckchen Erde mit Terrasse zum See und einem kleinen Schwimmsteg von dem aus man die Tiere beobachten kann.

Flamingos befinden sich im Teich des Palmengartens und ägyptische Gänse bevölkern den Rasen zusammen mit Glanzstaren, Go-away BIrds und etlichen Reichsvögeln.

Da unsere Zimmer noch nicht fertig sind, haben wir genug Zeit ein erstes Mittagessen mit Oryxsteak und Windhoek Lager einzunehmen. Danach ist Siesta angesagt und wir können uns vom langen Flug ein wenig erholen. Mit dem Bier haben wir die nötige Bettschwere.

Danach geht es noch eine Runde an den Pool und zum Nachmittags-Treff bei Kaffee und Kuchen, den wir aber bereits zur medizinischen Malaria Prophylaxe nutzen, sprich: erstmal ein doppelter Gin Tonic.

Vom alkoholischen Kaffeeklatsch geht es dann über eine kurze Duschpause direkt über zum Abendessen im offenen Restaurant inkl. Lagerfeuer wo wir erst einmal einen Begrüßungs- Sherry trinken müssen. Zum Essen gibt es köstliches Springbock Gulasch und Elenfilet, davor Suppe, Salat und als Dessert eine Pavlova (ok nicht wirklich typisch afrikanisch aber lecker).

Obwohl wir pappsatt und bettfertig sind, entscheiden wir uns noch spontan für die abendliche Löwenfütterung. Im Stockdunkeln werden wir per Jeep in einen Teil des Lodgegeländes gefahren und betreten eine Art Bunker um durch Sehschlitze einige Löwen zu beobachten, die vor unseren Augen an Fleischknochen herumnagen.

Auch wenn es eine typische Touri Tour ist, so ist es doch interessant, diese imposanten und gewaltigen Tier aus nächster Nähe zu betrachten.

Supermüde und zufrieden fallen wir dann nur noch in unsere Betten, am nächsten Morgen ist in alter Ingo-Manier um halb sechs aufstehen angesagt, da wir um sieben schon auf den ersten Gamedrive gebucht sind.

08.08.2016

Es ist stockdunkel als der Wecker geht. Halb sechs aufstehen, Koffer packen und dick einmummeln, es ist richtig kalt.

Um sechs sitzen wir etwas verschlafen unter dem Heizstrahler (welcome to Africa) des Restaurants beim Frühstück bevor der erste Gamedrive los geht.

Simon, unser Guide, will uns möglichst viel zeigen, vorbei an Giraffen, Wasserböcken und Geiern befinden wir uns plötzlich in einer Gruppe von 7 Nashörnern, die unmittelbar um den Jeep herumstehen und uns neugierig beobachten. Zum Glück sind es die friedlichen Breitmaulnashörner, die weniger angriffslustig sind als ihre spitzmäuligen Kollegen. Trotzdem hat man unwillkürlich Respekt vor diesen Kolossen, die teilweise auf Armlänge von uns entfernt sind.

Über Funk bekommen wir Bescheid, dass Elefanten in der Nähe sind und Simon fährt mit uns über Stock und Stein bis wir eine kleine Gruppe von 3 Elefanten sehen, die gerade ihr Frühstück einnimmt.

Gegen 10.00 Uhr sind wir wieder zurück und fahren mit Ingo weiter in Richtung Otjiwarongo zum Tanken. Ingo hat mittlerweile die CDs die er von Helmut bekommen hatte, aufgelegt und so fahren wir zu österreichischer Alpenmusik der Seer durch Afrika. Herrlich!

Die Fahrt geht zur Ohange Lodge wo uns Carla, die Eigentümerin, sehr herzlich empfängt.

Der Nachmittag ist frei zur Entspannung und wir machen es uns am Pool (mit Quietsche Entchen) gemütlich und genießen die Stille.

Am Spätnachmittag treffen wir uns dann auf ein kühles Bier auf der Terrasse und können  beobachten wie etliche Elen Antilopen, Perlhühner, Springböcke und Schweinchen zur nahen Wasserstelle kommen. Eine wundervoll friedliche Atmosphäre.

An der Feuerstelle werden bereits die Tische für das Abendessen gedeckt und wir nehmen unser Essen zusammen mit Carla ein, die uns am Tisch Geschichten aus ihrem Alltag erzählt.

Zum Essen gibt es Perlhuhnauflauf und Elen Schnitzel , mit Salat,Gemüse und Kartoffeln. Als Abschluss noch ein köstlicher Schokoladenkuchen und dann sind wir herrlich satt und müde. Da es mittlerweile kalt geworden ist ,macht Carla uns noch "Feuer unter dem Hintern", d.h. sie nimmt Schaufeln mit Glut und schüttet jedem von uns ein wenig davon unter den Stuhl. Sofort wird es muggelig warm, super Idee!

Bald jedoch gehen wir schlafen, es war ein langer Tag und wir alle genießen die wunderbare Ruhe.

09.08.2016

Morgens um 4:50 Uhr der erste Hahnenschrei und das Gebell der Hunde vor allem des "Leitwolfs" Mufasa, einem Boerboel.

Es ist noch genug Zeit um den Koffer zu packen und um 07.00 Uhr gibt es Frühstück in Carlas guter Stube am Drehtisch. Wir stärken uns mit frischem Rührei und Speck bevor die Fahrt in den Caprivi losgeht. Pünktlich und vor acht sind wir fertig für die Tour in Richtung Tsumeb. Dort wird ein Tankstopp eingelegt und wir kaufen Würstchen und Brötchen (und ein Glas Gewürzgurken) für ein spontanes Mittagessen. Ingo hatte abends vorher noch einen Beutel Elen Biltong von Carla bekommen und wir fahren gut gerüstet gen Norden.

Von Tsumeb aus fahren wir weiter nach Rundu, ins ländliche nördliche Namibia ohne Veterinärzaun. In Rundu heißt es schnell vor der Polizeikontrolle anschnallen und die mitgebrachten Würstchen verstecken;-). Die Reise geht weiter ins Kavangoland, das bis 1990 ein homeland nach südafrikanischen Vorbild war, zur Hakusembe River Lodge, unserem Domizil für die nächste Nacht.

Die Region ist sehr arm, die Hütten sind aus Stroh und meist sind ein paar Hütten mit Holz eingezäunt, manchmal ist der Dorfplatz mit einem blühenden Baum bepflanzt.

Die Kinder scheinen alle zur Schule zu gehen, wir sehen sehr viele in ihren Schuluniformen auf dem Weg.

An einem der typischen Haltepunkte an der Straße essen wir Brötchen mit Biltong und Gewürzgurken und genießen wieder einen herrlich kühlen Gin Tonic (bis auf Ingo, der schließlich fahren muss).

Während wir kurz ausruhen, kommen Frauen mit schweren Beuteln voller Kohl auf dem Kopf vorbei. Aufgrund des Wassers in der Region ist ein wenig Ackerbau möglich.

Am frühen Nachmittag sind wir auf der Hakusembe Lodge und werden freundlich von Linda begrüßt. Wir beziehen unsere Bungalows die sehr schön eingerichtet und alle am Fluss sind. Auf den Betten wurden liebevoll frische Blüten drapiert, Gruppenreise im Honeymoon;-)

Der Nachmittag steht zur freien Verfügung und zum Relaxen oder Fotografieren.

Abends erleben wir den ersten wundervollen Sonnenuntergang am Wasser, der vom Gesang und Tanz der Lodgeangestellten am Lagerfeuer am Ufer begleitet wird.

Im Restaurant treffen wir uns zum Abendessen mit köstlichem Chicken Curry und Springbocksteak, Salat, Suppe und Gemüse.

Draußen am Brunnen vor der Rezeption stimmen die Glockenfrösche ihr lautes Gequake an und wir freuen uns wieder aufs Bett.

10.08.2016

Nachdem um 6.00 Uhr schon ein Tablett mit Kaffee und Keksen vor jedem Bungalow abgestellt wurde um in Ruhe den Sonnenaufgang auf der Terrasse zu genießen,  treffen wir uns um 7.00 Uhr zum Frühstück und eine Stunde später brechen wir auf in Richtung Caprivi. Es wird eine lange Fahrt durchs Nichts. Die Region wird immer ärmlicher als wir entlang des Kavango in Richtung Divundu fahren. Wir fahren die Straße zwischen Angola und Botswana auf namibischem Staatsgebiet.

Die Popa Falls, die im Reiseverlauf angekündigt sind, lassen wir auf Ingos Anraten fallen. Es sind recht unspektakuläre Stromschnellen und wir entscheiden, lieber eine Fahrt durch den Mahango Game Park zu machen. Dort sehen wir allerdings wenig Tiere. Dafür darf man aussteigen und Ingo brät für uns mittags Boerewors über dem offenen Feuer, die wir mit Brötchen essen und dazu gepflegt einen Gin Tonic trinken.

Nach dem feudalen Mahl fahren wir zur Mahangu Safari Lodge von Ralf, der uns herzlich empfängt.

Die Lodge liegt südlich von Divundu, am westlichen Ufer des Okavango, entlang der Straße zum Mahango Nationalpark. Von der Lodge hat man einen herrlichen Blick auf den Caprivi Nationalpark mit Elefanten, Büffeln, Flusspferden und Fischadlern. Auch sind wir in einer anderen Zeitzone und müssen unsere Uhren um eine Stunde vorstellen.

Wir wohnen für zwei Nächte im Zelt, das heißt Natur pur. Am gegenüberliegenden Ufer kommen die ersten Elefanten ans Wasser, vom Ausguck der Lodge ein wundervolles Schauspiel.

Am Nachmittag machen wir eine Bootsfahrt, sehen viele Vögel, Flusspferde und ein kleines Krokodil.

Der Höhepunkt ist aber eine Elefantenherde beim Sonnenuntergang in einer kleinen Bucht. Mindestens 20 Tiere kommen zum Trinken ans Wasser, davor tauchen Hippos auf und wir stehen mit zwei weiteren kleinen Booten still in der Bucht und genießen ein kühles Bier. Schöner geht's kaum.

Am Abend nehmen wir dann auf der Terrasse der Lodge ein leckeres Abendessen ein bevor wir es uns in unseren Zelten gemütlich machen.

Nachts dann eine unglaubliche Geräuschkulisse. Frösche, Grillen, Hippos, Vögel und Elefanten, fast zu schade zum Schlafen.

11.08.2016

Morgens um 08:00 machen wir mit dem Boot eine Frühstücksfahrt auf dem Fluss. Leider begleitet durch viel Lärm einer Gruppe Franzosen die sehr mitteilungsbedürftig sind.

Wir verziehen uns auf das obere Deck und genießen von dort die Stille und die herrliche Aussicht.

Nach der Fahrt machen wir uns ein wenig frisch und fahren danach mit Ingo in den Bwabwata Nationalpark. Die Strecke dort geht durch teilweise tieferen Sand und Ingo lässt etwas Luft aus den Reifen damit der Toyota die Piste schafft. Es ist recht abenteuerlich durch den Park zu fahren und man stößt immer wieder auf zerfallene Bauten aus der Zeit der südafrikanischen Besatzung. 

Im Park darf man aussteigen und wir beobachten von einem großen Termintenhügel aus die Tiere in der näheren Umgebung unter anderem eine Gruppe Affen, die ans Wasser laufen.

Neben Elefanten gibt es im Park viele Kudus die uns mit ihren großen braunen Augen neugierig anschauen. 

Auch Wasserböcke und Warzenschweine sind vorhanden dazu Büffel, Hippos und jede Menge Vögel.

Als wir am Ende des Rundweges ankommen, stoßen wir ganz unverhofft auf eine Rotte Wildschweine, die zusammen mit Warzenschweinen im Schlamm wühlen. Ingo ist total fasziniert, hat die Tiere dort noch nie gesehen und wir machen einen längeren Fotostopp. Auf dem Rückweg sehen wir wieder viele Elefanten und einen Fischadler, der sich auf einem Baum versteckt hält.

Den Nachmittag genießen wir bei einem Gin Tonic auf der Terrasse der Lodge, Flori hilft Ingo beim Einrichten seines neuen Handys und wir erleben erneut einen wundervollen Sonnenuntergang bevor das Abendessen serviert wird.

Nachts werden wir durch lautes Getöse wach. Ein Hippo muss zwischen unseren Zelten zum Fluss gelaufen sein, nach einem geräuschvollen Platschen im Wasser hören wir nur noch das typische Grunzen und dann ist Ruhe.

 

 

13.08.2016

So langsam habe ich jedes Zeitgefühl verloren, die Tour ist Entspannung pur.

Nach einem herrlichen Frühstück auf der Terrasse der Mahangu Lodge noch schnell ein paar Whatsapp Nachrichten verschickt und dann geht es weiter in Richtung Katima Mulilo.

An einer Tankstelle kaufen Anne und ich Süßigkeiten für die Kinder, die wir unterwegs sehen.

Unser nächster Stopp ist das Camp Chobe. Die Fahrt geht durch einsame und sehr trockene Waldlandschaften, in denen ab und zu ein paar Dörfer verstreut liegen. In einem Dorf wird gerade eine Hilfsladung Maismehl verteilt und selbst kleine Kinder schleppen die schweren Säcke auf ihren Köpfen davon. Der Anblick ist schwer zu ertragen, wohl wissend, dass wir nicht das Elend und die Armut dieser Welt beseitigen können.

Im Bus beschallt uns Ingo während der Fahrt mit André Rieu;-) irgendwie skurril aber nett.

Wir fahren jetzt von der Kavango Region in den Caprivi wo kein afrikaans dafür englisch als Amtssprache gesprochen wird. Die lingua franca der Caprivi Stämme ist Lozi.

Nachdem wir auf der Fahrt etliche Kinder mit Süßigkeiten beglücken konnten, erreichen wir das Camp Chobe am gleichnamigen Fluss.

Das Camp besteht aus Zelten auf Stelzen (wegen Hochwassergefahr in der Regenzeit) die mit Solarenergie versorgt werden. Botswana liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Camps.

Am Nachmittag starten wir eine 3 stündige Bootsfahrt auf dem Chobe nachdem man uns versichert hat, dass der Fluss noch befahrbar ist. Der Wasserstand ist sehr niedrig und unsere Bootsführerin muss oft den Motor hochfahren, damit wir nicht auf Grund laufen.

Außer uns ist noch eine holländische Familie an Bord, die ebenfalls die Fahrt genießt.

Nach einem Zwischenstopp mit Snacks und Drinks fahren wir im Sonnenuntergang zurück zur Lodge.

Das Licht ist atemberaubend schön und wir kommen pünktlich zum Dinner im Boma des Camps wieder zurück.

Es gibt unter anderem einen köstlichen Milliepap.

Die Nacht im Zelt ist magic. Ich werde gegen drei wach und bestaune von der terrasse des Zeltes aus  den Sternenhimmel inkl. der Sternschnuppen.

14.08.2016

Am frühen Morgen sehen wir einen weiteren fantastischen Sonnenaufgang über dem Fluss, frühstücken draußen im kleinen Restaurant und laden wieder unsere Koffer ein für die Weiterfahrt nach Kasane.

Nach der Ein - und Ausreise nach Botswana am Bootsanleger stellen Anne und ich fest, dass wir keine US Dollar getauscht haben für den Eintritt zu den Victoria Falls und das Einreisepermit nach Simbabwe.

Ingo verfällt in Panik.

Wir fahren illegal wieder nach Botswana zu einer Wechselstube. Dort ist die Angestellte etwas verstört, da sie meine Reisepassdaten nicht im Computer finden kann (bin ja offiziell staatenlos nach dem Check out in Botswana) aber schließlich wechselt sie doch Euro in US Dollar.

Ingo steht kurz vor einem Herzinfarkt und lädt uns genervt wieder in den Bus;-)

Am Bootsanleger ist inzwischen das Boot der Zovu Elephant Lodge mit Alta und Pieter (den Lodgeinhabern) angekommen. Der Empfang ist super nett, wir werden samt Gepäck aufs Boot geladen und zur Insel auf namibischem Staatsgebiet gefahren, es hat was von Crocodile Dundee.

Auf dem Boot gibt es natürlich wieder Malaria-Prophylaxe, wir sind schließlich am Wasser.

In der Lodge sind wir an diesem Tag die einzigen Gäste und wir beziehen unsere Bungalows, alle mit Blick auf Kasane. Es hat abends etwas von Großstadt Flair wenn die Lichter drüben aufleuchten.

Zum Mittagessen gibt es Frikadellen und Kartoffelsalat, so hatten wir uns Afrika vorgestellt;-)

Am Nachmittag fahren wir mit Robert raus auf den Chobe. Es ist unvergleichlich schön. Nur unsere kleine Gruppe ist an Bord. Wir sehen Unmengen von Elefanten, Büffeln, etliche Krokodile, jede Menge Vögel und eine Gruppe Paviane, die im Sonnenuntergang eine Wanderung am Wasser unternimmt.

Bei Einbruch der Dunkelheit sind wir zurück, dann müssen die Boote vom Fluss verschwunden sein.

Das Abendessen nehmen wir mit Alta und ihrer Familie ein und fallen satt und zufrieden in die Betten.

 

15.08.2016

Nach einem köstlichen Frühstück starten wir unsere Vier-Länder-Tour zu den Victoria Falls.

Das Boot bringt uns von der namibischen Insel rüber nach Kasane in Botswana. Dort checken wir im Immigration office ein und treffen unseren Guide für diese Tour.

Wir verlassen nach einer relativ kurzen Fahrt Botswana (auschecken im Immigration office) und passieren die Grenze nach Simbabwe (im Immigration office einchecken). 

In Simbabwe machen wir erst einen Abstecher zum Hubschrauberlandeplatz der Victoria Falls und fahren dann zum Eingang der Falls. Die Gischt und den Nebel sieht man schon von Ferne.

An den Falls angekommen, stellen wir fest, dass man durchaus auch mit Euro bezahlen kann;-). Die ganze US Dollar Aktion war also umsonst, viel Nervenkitzel für nichts, Unser running Gag ist die Grenzpolizei, die Anne und mich verfolgt um uns im nicht wirklich schönen Gefängnis in Kasane aufgrund dieser waghalsigen Aktion einzubuchten.

Wir beginnen den Rundweg um die Victoria Falls und sind begeistert. Auch wenn die Fälle wenig Wasser führen so sind sie doch sehr beeindruckend. Ab und zu werden wir vom feinen Wassernebel beim Fotografieren erfrischt.

Nachdem wir den Rundweg beendet haben, treffen wir unseren Fahrer am Parkplatz wieder und entscheiden, den Crafts Markt ausfallen zu lassen. Stattdessen schlägt der Guide uns vor, zu Fuß zur Brücke über den Sambesi zu gehen, die ca. 30 min vom Parkplatz entfernt ist.

Dort wird ganz waghalsigen Touristen ein Bungee Sprung angeboten.

Wir traben bei sengender Hitze los und......müssen wieder im Immigration office in Simbabwe auschecken um nach Sambia zu kommen.

Da wir nur die Brücke besuchen wollen, bekommen wir kurzerhand bei der Einreise einen kleinen Papierschnipsel, der von einem Blatt abgerissen und mit 6 P. beschrieben und abgestempelt wird, in die Hand gedrückt. Allerdings von 2 Grenzposten in Uniform.

Auf der Brücke tummeln sich einige Straßenverkäufer und Touristen und wir sehen, wie eine junge Frau todesmutig den Sprung von der Brücke über dem Sambesi antritt. Nix für uns!

Wir treten den Rückweg von Sambia nach Simbabwe an, den Papierschnipsel müssen wir selbstverständlich wieder an der Grenze vorzeigen;-) und treffen dann unseren Guide vor den Vic Falls wieder.

Er bringt uns noch auf Wunsch zum altehrwürdigen Victoria Falls Hotel, einem Relikt aus der Kolonialzeit wo wir uns ein wenig ausruhen und etwas trinken.

Die nervigen Franzosen aus der Hakusembe Lodge kreuzen dort wieder unseren Weg, nichts wie weg.

Die Fahrt geht zurück von Simbabwe nach Botswana (na klar, wieder mit Stopp am Immigration Office auf beiden Seiten.) In Botswana müssen wir ebenfalls wieder wie Ingo so schön sagt, patschi patschi machen (mit den Schuhen in eine Wanne mit Desinfektionsmittel wegen der Maul-und Klauenseuche) und kommen schließlich wieder an der Bootsanlegestelle an, wo wir abermals nach Namibia auschecken.

Unsere Reisepässe weisen jetzt 4 Seiten mit Stempeln auf, die wir an einem Tag im Vierländereck gesammelt haben, sensationell!

Robert wartet bereits mit dem Boot auf uns und wir fahren über den Chobe zur Lodge nach Namibia.

Am zweiten Tag ist eine weitere kleine Reisegruppe eingetroffen. Sie sitzt abends am Nebentisch und wir werden wieder ein wenig beschallt mit Gesprächen, die keiner hören möchte. Unsere kleine Rache ist der neue Gruppenname: Doofmannshausen;-)

Da weiß dann sofort jeder wer gemeint ist.

Zum köstlichen Abendessen genießen wir guten südafrikanischen Wein und lassen noch einmal den Tag Revue passieren. Ingo und Alta mögen die Geschichte mit den Devisen gar nicht hören aber wir können sie schließlich davon überzeugen, dass man mittlerweile tatsächlich mit Euro an den Vic Falls und in Zimbabwe im immigration office bezahlen kann.

16.08.2016

Am 3. Tag in der Zovu Elephant Lodge ist ein Gamedrive durch den Chobe National Park geplant.

Wir werden wieder mit dem Boot nach Kasane gefahren, rein ins immigration office wo man uns fast mit Handschlag begrüßt und dann wartet Toni, unser Guide mit dem Jeep auf uns.

Wir fahren am Sedudu Gate in den Park und runter in Richtung Wasser. Auf dem Weg sehen wir massenweise Elefanten, Letschwe- und Tsessebe Antilopen, Warzenschweine, Flusspferde, Springböcke, Kudus etc. ein wahres Tierparadies.

Die Elefanten kommen hier auf Armlänge (oder Rüssellänge) an uns heran. Leider sehen wir keine Löwen so sehr wir auch ihre Spuren verfolgen.

Nach dem Gamedrive fahren wir wieder zurück nach Zovu (das Procedere im immigration office handeln wir innerhalb von ein paar Minuten ab), erst einmal Mittagessen.

Am Nachmittag geht es mit Pieter noch auf eine letzte Bootsfahrt und wir erleben wiederum einen traumhaften Sonnenuntergang mit Elefanten im Vordergrund für die ultimativen Kitschbilder.

Abends lassen wir es uns nochmal bei Alta und ihrem Team schmecken, trinken herrlichen Wein und genießen die letzten Stunden auf Zovu.

17.08.2016

Am nächsten Morgen das übliche Programm: 07:00 Uhr Frühstück, 08:00 Uhr Abfahrt mit dem Boot.

Ingo fährt schon mit dem Gepäck voraus während wir noch frühstücken.

Dann verabschieden wir uns von Alta und ihrem super netten Team, das uns am Bootsanleger noch ein Lied singt, es ist rührend. Wobei wir nicht verstehen, was sie singen aber wir hoffen, dass es nett gemeint ist und wir wiederkommen dürfen.

Pieter fährt uns nach Kasane (na klar, wieder ins immigration office) und Ingo lädt alles in den Quantum, der drei Tage frei hatte;-).

Wir fahren zurück durch Botswana in Richtung Caprivi, zeigen ein letztes Mal unsere Pässe beim Überqueren der Border und sind wieder zurück in Namibia.

Auf der Strecke halten wir bei den Holzschnitzern am Straßenrand, die unter anderem wunderschöne Elefanten, Giraffen und Holzlöffel verkaufen. Wir erstehen unsere Souvenirs und freuen uns über die schönen Holzarbeiten, die liebevoll in Jacken und Tücher eingewickelt werden damit sie nicht kaputt gehen (oder am besten ganz auf dem Schoß Platz nehmen, ein bisschen Kuscheln ist auch nett.)

Nach einem Tankstopp in Katima Mulilo, wo Ingo noch den auf der Hinfahrt vergessenen Tankbeleg holt, fahren wir zur Namushasha Lodge am Kwando.

Für den Nachmittag ist wieder eine Bootsfahrt gebucht aber Geoffrey, unser Guide, war wohl im ersten Leben Speedbootfahrer. Er heizt mit uns über den Fluss als wäre der Teufel hinter uns her. Zugegebenermaßen hat es was von Miami Vice aber zum Fotografieren kommen wir leider nicht, müssen uns ja festhalten bei dem Tempo;-)

Beim gemeinsamen Abendessen auf der Terrasse der Lodge erzählen wir Ingo von unserem Speedbootabenteuer und er vereinbart mit dem Lodgemanager eine weitere Fahrt am nächsten Tag, bei der wir garantiert in Ruhe fotografieren können.

Den Abend beenden wir mit einer Runde Amarula und netten Gesprächen.

18.08.2016

Nach dem Frühstück auf Namushasha fahren wir mit dem Boot zum Anleger im Bwabwata Park wo wir mit Ingo und einem Guide der Lodge auf Löwen- (Foto) jagd gehen. Wir sehen einige Antilopen und finden auch Löwenspuren aber die Löwen haben keine Lust auf Touristen und lachen sich wahrscheinlich über unsere Bemühungen kaputt während sie faul unter einem Busch liegen.

Auf der Rückfahrt per Boot sehen wir eine Horde Paviane am Ufer. Es ist herrlich sie zu fotografieren besonders den Rivalenkampf zwischen zwei großen Männchen bei dem eines der Tiere ins Wasser abrutscht und ziemlich bedröppelt drein schaut.

Zurück in der Lodge verabreden wir uns zum Mittagessen und besprechen dann mit Ingo unsere nächste gemeinsame Tour 2018 ins Kaokoveld.

Ingo hat großartige Vorschläge und wir können es kaum erwarten, uns wieder mit ihm ins Abenteuer zu stürzen. Dieses mal soll es von Windhoek aus in Richtung Namib Naukluft Park gehen, inkl. Deadvlei und Sossusvlei, danach über Swakop zur Skeleton Coast und von dort zur Palmwag Lodge um Wüstenelefanten zu sehen.

Von dort geht es hoch ins Kaokoveld bis zu den Epupa Falls am Kunene River und zurück zum Westeingang des Etosha Parks mit Übernachtung im neuen Dolomite Camp, Fahrt durch den Etosha von West nach Ost und noch ein Stopp am Waterberg Massiv bevor es nach Windhoek zurück geht.

Alle fahren wieder mit, was für ein Spaß!

Den Rest des Nachmittags haben wir wieder frei und jeder kann sich in seine persönliche Ruhezone verkrümeln.

Ich gehe mit meiner Kamera zum nahe gelegenen Campingplatz wo ich ein paar Gäste aus Südafrika treffe die gerade eine Herde Elefanten beobachten die im Schilf herum plantschen und essen.

Putzig sind auch die Buschhörnchen die sich auf den Stühlen am Pool auf ein Schäferstündchen einfinden.

Abends essen wir wieder gemeinsam und genießen den wundervollen Sonnenuntergang.

19.08.2016

Heute geht die Fahrt nach einem Frühstück um sieben weiter zur Hakusembe Lodge, die wir bereits von der Hinfahrt kennen.

Flori und Helmut haben um einen kurzen Stopp beim Curio Markt gebeten, der auf dem Weg liegt. Da kurz auf afrikanisch nicht bekannt ist, wird es ein eher längerer Shoppingtrip und dieses Mal sind es die Männer, die wir nicht aus dem Laden kriegen. Es dauert Ewigkeiten, bis alle Löffel, Nilpferde, Schalen und Krokos aus Holz gekauft sind.

Ingo vertreibt sich derzeit mit Musik die Zeit im Bus und beschallt die Straße mit "Heidi" auf afrikaans, was zu erstaunten Gesichtern der Kinder dort führt. Sie spielen mit selbst gebastelten Autos aus Draht, die sie per Achse und Lenkstange über die Straße bugsieren. Eine faszinierende Konstruktion.

Die Weiterfahrt nach Hakusembe verläuft dann mit wunderschöner Afrikaans Musik die Flori aufgenommen hat bis Ingo darum bittet, "seine" deutsche Musik hören zu dürfen und er will von uns kein Gemecker hören. (wir hatten bereits die Marschmusik und André Rieu lautstark bestreikt)

Wir sind gespannt was jetzt kommt, haben vom Radetzki Marsch bis Andre Rieu und Alpenrock ja schon alles durch und Ingos Kommentar:" diese Musik kennt ihr bestimmt nicht mehr, sie ist aus meiner Jugend" verwirrt uns ein wenig. Wir denken an die Hits der 50er und 60er aber müssen lachen, als die komplette Sammlung der Hitparade aus den Lautsprechern tönt.

Selbstverständlich singen wir jeden Hit lautstark mit, Marianne Rosenberg, Peter Maffay, Gitte, Roy Black (" Ganz in Weiß".......) bis Ingos Schlagerexpress mit der kleinen Kneipe in unserer Straße endet und wir an der Hakusembe Lodge ankommen.

Linda begrüßt uns abermals sehr freundlich und nach einem gemeinsamen Mittagessen geht ein Teil der Gruppe an den Pool zum Entspannen und ein anderer Teil genießt das Mittagsschläfchen im Bungalow am Wasser.

Am Spätnachmittag entschließen wir uns zu einer letzten Bootsfahrt und Ingo schafft es tatsächlich, dass nur unsere Reisegruppe auf ein Boot geht. Die anderen Gäste der Lodge müssen auf ihren Booten ein wenig zusammen rücken.

Wir bekommen noch leckere Häppchen und Getränke mit auf die Fahrt und dann geht es los mit Matthias, unserem Guide aus Sambia auf dieser wunderschönen Tour.

Matthias erklärt uns viel auf der Fahrt über den Kavango, besonders zu den Angolanern, die wir am gegenüberliegenden Flussufer sehen. Sie kommen zum Wäsche waschen und zur Körperpflege ans Wasser. Auch haben sie kleine Gärten mit Gemüse am Ufer angelegt. In kleinen Einbäumen kommen sie nach Namibia (ohne Grenzkontrolle) um in Rundu einkaufen zu gehen.

Nach einer herrlichen Bootcruise in den Sonnenuntergang werden wir von den Angestellten der Lodge singend am Lagerfeuer empfangen bevor wir zum Abendessen gehen.

Die Abfahrt am nächsten Morgen ist für 09.00 Uhr geplant, wir können unser Glück kaum fassen und scherzen, was wir wohl mit der gewonnenen Zeit anfangen können. Vom Seniorenschwimmen um 5.00 Uhr mit der Poolnudel bis zur Wanderung am Kavango wird alles diskutiert. Abfahrt um neun fühlt sich an wie Urlaub;-)

20.08.2016

Nach einer Nacht mit drei Unterbrechungen (wenn man um 20.00 Uhr ins Bett geht, ist man um 3.00 Uhr ausgeschlafen und es hat NICHTS mit präseniler Bettflucht zu tun) schäle ich mich um halb sechs aus dem Bett, gehe in Ruhe duschen und genieße um 06.00 Uhr den Kaffee, der bereits draußen vor dem Bungalow steht. In Angola krähen die ersten Hähne, die Vögel beginnen ihr Konzert, die Sonne geht auf und es ist noch angenehm kühl. Das ist Afrika und der Tag beginnt mit einer traumhaft schönen Stimmung.

 

Warum ist die Welt nicht immer so wundervoll friedlich? 

In Namibia zu reisen heißt auch ein wenig demütig zu werden in Anbetracht der herrlichen und überwältigenden Natur. Wir Menschen nehmen uns oft viel zu wichtig und übersehen die wirklich fantastischen Dinge der Schöpfung. Umso schöner ist es, mit lieben Bekannten diese Reise zu machen und alles zu genießen, oft auch ohne viele Worte.

 

Da wir noch jede Menge Zeit nach dem Frühstück haben, entern wir den Curio Shop der Lodge um ein paar letzte Mitbringsel zu erwerben. Um 09.00 Uhr ist dann Abfahrt in Richtung Grootfontein und zu unserer nächsten Lodge, Roys Rest Camp.

Wir halten nach Rundu noch einmal an Straßenständen mit Schnitzarbeiten und erstehen noch kleine Holzboote, Hippos und Nashörner aus Holz um ein bisschen Afrika-Feeling nach Hause zu retten. Die Schnitzarbeiten sind sehr kurios. Neben den Tiermotiven gibt es ebenfalls Autos, Flugzeuge Marke Canberra B12 Bomber und Helikopter die aus den Erinnerungen an den Guerillakrieg Ende der 70er Jahre angefertigt wurden.

Wir verteilen auch noch Süßigkeiten an die Kinder, die sich sehr darüber freuen und sich um das Auto scharen sobald wir anhalten.

In Roys Restcamp angekommen, erwartet uns eine Kuriosität nach der anderen. Es ist alles sehr speziell aber sehr afrikanisch und wir machen es uns erst einmal an der Bar mit einem toasted Sandwich und einem Rock Shandy gemütlich.

Später beziehen wir unsere Bungalows und gehen auf den kleinen walking trail der allerdings außer vertrockneten Bäumen und Pflanzen nicht viel bietet. Trotzdem haben wir Spaß, machen ein paar Fotos und genießen das Nichtstun.

Abends am Lagerfeuer plaudern wir noch ein bisschen bevor wir zusammen zum Abendessen gehen.

Ein wenig Wehmut liegt in der Luft da unsere Reise bald endet.

 

 

21.08.2016

Nach einer für mich furchtbaren Nacht (Montezumas Rache hat mich heftig erwischt) treten wir am Morgen unsere weitere Reise in Richtung Okonjima an, unserer letzten Station.

Wir machen am Hoba, dem bislang größten auf der Erde gefundenen Meteorit, einen kurzen Fotostopp und fahren dann weiter zur Otjiwa Safari Lodge, einer der ältesten Jagdfarmen Namibias wo Ausruhen am Pool angesagt ist. Ich verschlafe den Tag im Bett, kann jetzt gut nachvollziehen, wie es Andrea am Anfang der Reise gegangen ist, die auch mit Magen-Darm-Beschwerden zu kämpfen hatte.

Dank Helmuts gut gefüllter Reiseapotheke sind wir jedoch schnell wieder auf den Beinen. Während Ingo den Nachmittag vor dem Fernseher verbringt und Rugby schaut (und dabei die Fernbedienung gegen die anderen Gäste verteidigt) liegt der Rest der Truppe am Pool. Abends wird die Henkersmahlzeit zusammen eingenommen und die letzte Nacht in Namibia bricht an.

22.08.2016

Am Morgen nach einem guten Frühstück, das auch mir wieder schmeckt, fahren wir weiter zur Okonjima Farm und der Africat Foundation. Die Africat Foundation wurde in den frühen Neunzigern gegründet und hat sehr lehrreiche Programme entwickelt, um vor allem der jungen namibischen Bevölkerung die große Bedeutung des Natur-und Tierschutzes näher zu bringen. Sie umfasst ebenfalls ein großes Reservat in dem Großkatzen wir Leoparden und Geparden aufgenommen und gepflegt werden um sie dann wieder in der Wildnis auszusetzen.

Wir machen eine Jeeptour durch die verschiedenen Bereiche der Farm, sehen Geparden und besuchen unter anderem die Tierklinik in der uns unser Guide sehr interessante Dinge erzählt wie z.B. die Sendehalsbänder aussehen und funktionieren, wie die Tiere im Krankheitsfall behandelt und welche Standarduntersuchungen gemacht werden. Dann fahren wir noch zum Gehege der Leoparden in das wir allerdings nur per Bunker und Sehschlitz Einsicht haben, da die Leoparden im Gegensatz zu den Geparden äußerst gefährlich sind. Wir beobachten einen Leopard, der ein Stück Fleisch bekommt und können ihn aus nächster Nähe betrachten. Ein wunderschönes Tier!

Nach der Exkursion in Okonjima fahren wir weiter in Richtung Windhoek und halten, da wir noch Zeit haben, auf der Okapuka Ranch, die ich von vorherigen Reisen kenne. Dort trinken wir noch etwas und beobachten die Pumbas, die sich sehr drollig auf dem feuchten Rasen der Lodge tummeln und suhlen.

Schließlich ist es soweit, die Fahrt zum Flughafen steht an und wir haben gar keine Lust wieder nach Hause zu fliegen. Die letzten beiden Wochen kamen uns sehr lang vor und wir haben die Reise unglaublich genossen. Aber die nächste gemeinsame Tour steht und wir freuen uns jetzt schon darauf.

Ingo und ich bringen unsere Freunde zum Hosea Kutako Flughafen und verabschieden uns wehmütig.

Danach werde ich ins Hotel Heinitzburg nach Windhoek gebracht, wo ich noch eine Nacht gebucht habe, da ich am nächsten Tag mein Patenkind Carlos treffe.

Ingo setzt mich vor dem Hotel ab und wir freuen uns schon wieder beim Abschied auf die nächste Reise.

Ich beziehe mein Zimmer, esse noch eine Kleinigkeit und falle dann müde ins Bett während meine Reisegruppe auf dem Weg nach Deutschland ist und von unserer Tour in 2018 träumt.