Das ist sie, unsere Reisegruppe die im August 2017 den Caprivi Zipfel, Botswana und Simbabwe unsicher machte und die wundervollen Erlebnisse der Tour miteinander teilte.

Namibia bedeutet dem Diktat von Uhren und Terminkalendern zu entfliehen und dem Rhythmus der Natur zu folgen. Telefon-und Handyempfang sind nicht immer möglich, man findet hier absolute Ruhe. Auch Fernseher vermisst man überhaupt nicht wenn man abends mit netten Menschen am Lagerfeuer sitzt und "Buschmann TV" schaut.

Nachts ist es stockdunkel und der Sternenhimmel so gigantisch wie nirgendwo sonst.

 

13.08.2017  Frankfurt-Windhoek

Die Koffer sind gepackt, unser Zug geht um kurz vor zwei von Köln nach Frankfurt und Heike, Kerstin und ich freuen uns wie verrückt auf die gemeinsame Reise nach Namibia.

Nach einer gemütlichen Zugfahrt im Sonnenschein am Rhein entlang, erreichen wir den Frankfurter Flughafen.

Zunächst tauschen wir Euro in ZAR und US Dollar für die Einreise nach Simbabwe und die Victoria Falls und dann geht es zum Check In der Air Namibia. Am Schalter treffen wir Flori aus Graz, der wieder mit in den Caprivi reist und sich ebenfalls sehr freut in Richtung Afrika mit uns aufzubrechen.

Da wir noch etwas Zeit haben, essen wir zusammen eine Kleinigkeit und Kerstin kauft sich ein Nackenhörnchen für den langen Flug. Im Gepäck befinden sich bereits eine Flasche Gin, eine Flasche Jägermeister für Ingo und diverse Mitbringsel für mein Patenkind Carlos und Annelise.

Das von Heike erstandene, nicht gerade preiswerte Gesichtsspray sorgt für den running gag der Tour (ich sage nur: 50 Euro!!)

Nachdem Kerstin ihr Nackenhörnchen unter höchster Anstrengung im Wartebereich probeweise aufgepustet hat kann es los gehen. Wir gehen an Bord der Air Namibia und sind gespannt, welche Abenteuer uns dieses Mal erwarten.

Wie immer ist der Flug auch in der Economy Class sehr komfortabel. Es gibt ein leckeres Abendessen und Heike und ich gönnen uns ein Glas südafrikanischen Rotwein an Bord gefolgt von einem Klippdrift on ice.

Richtig schlafen können wir nicht aber der 10 Std. Flug geht dank einiger Filme relativ schnell vorüber.

14.08.2017   Windhoek-Okapuka Ranch

Nach einem kleinen Frühstück zu nachtschlafender Zeit um halb vier landen wir früher als geplant in der Dunkelheit von Windhoek.

Wir werden beim Betreten der Ankunftshalle einzeln fotografiert (so denken wir), beim Blick auf den Bildschirm des PCs sehen wir jedoch nur ein Wärmebild. Es scheint sich also um einen Gesundheitscheck zu handeln bei dem die Körpertemperatur abgebildet wird.

Unser Visum erhalten wir nach einer kurzen Wartezeit und holen dann unsere Koffer ab.

In der Ankunftshalle wartet schon Annelise auf uns und begrüßt uns wie immer sehr herzlich.

Wir laden unsere Koffer in ihren Wagen und los geht die Fahrt in den Sonnenaufgang und in Richtung Windhoek, was für ein wundervolles Gefühl wieder hier zu sein.

Wir durchqueren Windhoek und lassen den morgendlichen Verkehr hinter uns als wir nach Okapuka fahren. Aufgrund einer großen Baustelle (die B1 von Windhoek nach Okahandja wird derzeit mehrspurig ausgebaut) müssen wir die Einfahrt nach Okapuka suchen.

Schließlich erreichen wir die Ranch und Ingo, unser Tourguide, kommt zur gleichen Zeit mit uns an.

Unsere Zimmer sind noch nicht fertig aber wir können unser Gepäck schon einmal abgeben und in Ruhe frühstücken.

Auf dem Rasen der Ranch tummeln sich wie immer die kleinen und großen Warzenschweine und es ist herrlich sie zu beobachten.

Nach dem Frühstück ziehen wir um zum Pool und können dort ein wenig ausruhen. Ich starte eine erste Fototour und sehe den farbenprächtigen "Reichsvogel" (Rotbauchwürger) und einen Baum voller Perlhühner.

Im Laufe des Vormittags können wir unsere Zimmer beziehen und uns frisch machen. Den Rest des Tages verbringen wir relaxt am Pool und im Barbereich.

Ich fahre am Nachmittag mit Ingo nach Windhoek um bei Annelise den Bus mit Trailer abzuholen. Ingo und ich kaufen noch eine Flasche Sherry und zwei Paletten Tonic Water und dann sind wir startklar für die Tour.

Als wir zurückkommen, ist es fast Zeit für das erste gemeinsame Abendessen auf der Ranch. Vorher bleibt noch Zeit für einen Gin Tonic im Sonnenuntergang und es zieht eine kleine Gruppe Gnus auf den Rasen vor dem Restaurant. 

Zum Abendessen begleitet uns der "Vogel der Nacht";-) ein Song von Stefan Remmler der aus dem Lautsprecher dudelt.

Nach dem Essen trinken wir noch einen Amarula und genießen die Zeit zum Erzählen und Lachen. Ingo ist schon schlafen gegangen, da er am nächsten Morgen früh aufstehen muss um die 2. Gruppe am Flughafen abzuholen. Wir haben frei und können ausschlafen.

Die erste Nacht in Afrika ist wieder wundervoll. Bis auf die Tiergeräusche ist es still und es schläft sich dabei ganz herrlich.

 

15.8.2017 Okapuka Ranch-Mount Etjo Lodge

Gut erholt und ausgeschlafen treffen wir uns um halb acht zum Frühstück im Restaurant. Es ist sehr kalt und wir sind froh, dass das Kaminfeuer brennt. Schon jetzt macht sich der Zwiebellook bezahlt.

Als wir gerade bei heißem Kaffee und Rührei sitzen, kommt Ingo mit der zweiten Reisegruppe vom Flughafen zurück. Wir begrüßen uns alle herzlich und Peter, Regina, Verena und Georg können ebenfalls noch gemütlich frühstücken bevor die Koffer verladen werden und wir in Richtung Okahandja aufbrechen.

Alle freuen sich auf die gemeinsame Reise und wir fahren in den Norden mit dem ersten Tankstopp in Okahandja am Holzschnitzermarkt wo wir noch etwas Zeit haben, die großen Holzfiguren zu fotografieren.

Die Fahrt nach Etjo ist recht kurzweilig und als wir auf die Schotterpiste zur Lodge abbiegen, haben wir unterwegs noch die Gelegenheit einen riesigen Termitenhügel zu bestaunen.

Nach Ankunft auf der Lodge bekommen wir die Schlüssel zu unseren Bungalows und sehen bereits vom Garten aus 2 mächtige Elefantenbullen, die direkt am Wasserloch stehen. Was für ein Empfang!

Sofort schnappen wir uns unsere Kameras und pirschen uns leise an diese wunderschönen und gewaltigen Tiere heran. Die lassen sich nicht beim Fressen und Trinken stören und wir genießen bereits jetzt ein tolles Erlebnis und die fantastische Tierwelt Namibias.

Weiter unten an der Wasserstelle haben 2 Reiher-Pärchen ihre Nester gebaut und auch dort lohnt es sich zu fotografieren, da die Vögel immer wieder nach Fischen tauchen und bildschöne Fotomotive liefern. Dazu döst eine kleine Gruppe Nilpferde in der Sonne, Wasserböcke (oder Kringelärsche, wie Ingo sie so liebevoll nennt), Pelikane, Impalas und ägyptische Nilgänse bevölkern ebenso das Wasserloch.

Im Garten stehen die Flamingos in ihrem Wasserbecken und der erste "Bäh-Vogel"

(Grauer Lärmvogel) begrüßt uns mit seinem lustigen Geschrei.

Schöner könnte eine Rundreise nicht beginnen.

Wir beziehen unsere sehr schönen Zimmer und treffen uns dann zum Entspannen am Pool wieder. Am Nachmittag gibt es Kaffee und Kuchen und wir genießen den freien Tag.

Ingo hat in der Zwischenzeit Alex Oelofse, den Sohn des Lodgebesitzer kontaktiert, der unseren Bus mitnimmt und den Auspuff schweißen lässt, da wir leider bei der Fahrt zur Lodge einmal unsanft aufgesetzt sind.

Abends vor dem Abendessen treffen wir Alex und bekommen sehr interessante Informationen über seine Jagdfarm, die er neben der Lodge betreibt. Alex Vater Jan Oelofse hatte in den 70er Jahren begonnen, Land für seine Farm zu kaufen nachdem er u.a. Tiere für den berühmte Film "Hatari" mit John Wayne und Hardy Krüger trainiert hatte. Es ist für uns unheimlich interessant, einmal Einblick in den Alltag von Alex zu erhalten.

Dann gibt es Abendessen im Boma der Lodge wo wir vorab noch einen Sherry am Lagerfeuer trinken und plaudern.

Das Essen wird auf dem heißen Stein serviert und das Wildfleisch schmeckt vorzüglich.

Vorab hatten wir uns schon für die Fahrt zur Löwenfütterung entschieden und klettern um halb neun dick eingepackt auf den Jeep.

Die Fahrt geht ein Stück über das Gelände der Lodge und wir bewundern den sternenklaren Himmel.

Wie im letzten Jahr, werden wir in eine Art Bunker geführt von wo aus wir die Löwen gefahrlos beim Fressen beobachten können. Dieses Mal liegt ein Stück Giraffenhals bereit zum Dinner.

5 große Löwenmännchen stürzen sich knurrend auf das Stück Fleisch und es ist ein Erlebnis zuzuschauen.

Nach einer Zeit fahren wir zurück zur Lodge und freuen uns auf unsere warmen Betten.

 

 

16.08.2017 Mount Etjo Lodge- Ohange Lodge

Um halb sieben treffen wir uns gut ausgeruht und warm eingepackt zum köstlichen Frühstück. Der erste Gamedrive ist geplant und wir fahren um sieben Uhr mit dem Jeep der Lodge hinaus ins Gelände.

Heike wünscht sich sehnlichst Giraffen zu sehen und bald haben wir die ersten wunderschönen Tiere entdeckt. Weiter geht es mit Springböcken, Wildebeest (Gnus), Impalas und Geiern. Die morgendliche Fahrt ist fantastisch, das Licht herrlich und wir machen unterwegs einen Stopp zwecks Kaffeepause. Dazu wird ein Tisch aufgebaut, eine Tischdecke aufgelegt und es gibt leckeren Kaffee und Cookies in freier Natur. Was kann schöner sein?

Nach der Kaffeepause fahren wir weiter über das Gelände der Lodge, treffen aber leider nicht auf Nashörner, die wir im letzten Jahr gesehen haben. Auf dem Rückweg wird uns dann noch der Weg von Farmarbeitern versperrt, die vor unserem Jeep eine LKW-Ladung Sand abkippen. Für unseren Fahrer heißt es rückwärts auf einem ziemlich schmalen Pfad wieder ins Gelände zu fahren und einen riesen Umweg zu nehmen um zur Lodge zurück zu kommen.

Dort erwartet uns Ingo schon ungeduldig (wir sind fast eine Std. zu spät) weil man unsere Zimmer für die nächsten Gäste fertig machen möchte und wir noch einige Sachen dort stehen haben.

Schließlich haben wir aber alles im Quantum verstaut und können unsere Fahrt nach Otavi antreten.

Es geht die lange Schotterpiste von Mount Etjo zurück zur B1 und dann an Otjiwarongo vorbei in den Nordosten.

Bei Otavi biegen wir von der Straße ab und fahren die Buckelpiste zu Karla und Justus auf der Ohange Lodge. Nach einigem Geschaukel erreichen wir die Lodge und Karla begrüßt uns mit Erfrischungstüchern, die wir dankend annehmen.

Mufasa, der "Leitwolf" hüpft freudig um uns herum und auch die anderen Hunde kommen angesaust um uns zu begrüßen.

Kerstin verliebt sich sofort in einen süßen Hundewelpen und möchte ihn adoptieren,-)

Wir bekommen unsere Zimmerschlüssel und haben den Nachmittag zum Ausruhen. Auf der Terrasse trinken wir erst einmal ein kühles Bier und danach gibt es Kaffee und Kuchen, was für ein Leben!

Ein Teil der Gruppe geht an den schönen Pool und genießt das Nichtstun. 

Am späten Nachmittag treffen wir uns zum Sundowner am Lagerfeuer und lassen die aufkommende Abendstimmung auf uns wirken.

Das Essen bei Karla wird später einstimmig als das Beste der Tour gewählt. Es gibt Elandschnitzel und vorab einen köstlichen Springbocksalat.

Plötzlich kommen die Angestellten der Lodge an unseren Tisch und singen Peter ein Geburtstagslied. Leider einen Tag zu früh aber nett ist es trotzdem.

Entspannt lassen wir den Abend am Feuer ausklingen und krabbeln in unsere Betten, da es empfindlich kalt geworden ist.

Die Nacht ist wundervoll und still und wir fallen bald in einen tiefen Schlaf.

 

17.8.2017 Ohange Lodge - Taranga Safari Lodge

Gegen 07.00 Uhr finden wir uns alle bei Karla zum Frühstück ein. Wie im letzten Jahr sitzen wir am "asiatischen" Drehtisch und feiern nun Peters Geburtstag. 

Dann heißt es für eine Woche Abschied nehmen, denn wir kommen ja auf der Rückreise wieder.

Der Bus wird bepackt und los geht die Fahrt über die Buckelpiste zur Hauptstraße und weiter in Richtung Norden.

Unterwegs halten wir in Tsumeb. Neben dem Kupferquelle Resort ist ein schöner Laden in dem unsere Gruppe für eine Zeit in Kauflaune verschwindet. 

Ingo kauft Boerewors und Brötchen, Kerstin ersteht ein Glas Senf, auch die anderen kommen mit diversen Schätzen freudestrahlend wieder zurück zum Bus.

Einkaufen wird hier zum Event, es gibt halt nicht wie bei uns an jeder Ecke einen Supermarkt und Lebensmittel im Überfluss und wir lernen die kleinen Freuden des Lebens wieder zu schätzen.

Nach dem Shopping Erlebnis setzen wir unsere Fahrt über Mururani, vorbei am Mangetti Nationalpark nach Rundu fort.

Peter, der als Geburtstagskind vorne im Bus  sitzen darf, hat auch die Hoheit über die Musik. Und so grölen wir lauthals die Hitparaden Hits der 70er Jahre mit und haben Spaß.

 

Am Kontrollpunkt, an dem die Veterinärzaun-Zone Namibias endet, werden wir kurz kontrolliert aber die Wurst findet keiner (die darf man nämlich nicht mit einführen).

Wir fahren über Rundu und biegen dann nach Westen zur nächsten Lodge ab, die am Kavango River liegt.

Wieder holpern wir über eine Sandpiste bis wir zur Lodge kommen.

Hier erwarten uns sehr schöne Zelte und ein kleiner Bootsanleger mit einer Bar.

Der Kavango hat sehr wenig Wasser und angolanische Kinder kommen zu Fuß zur namibischen Seite des Flusses gewatet und spielen dort.

Auch ein paar Fischer sind mit ihren Einbäumen unterwegs und Frauen waschen ihre Wäsche im Fluss.

Am Nachmittag machen wir die erste Bootstour und sehen ein paar sehr schöne Vögel, u.a. den wunderhübschen Großen Kingfisher.

Als die Sonne untergeht, sitzen wir auf dem Boot und stoßen nochmals auf Peters Geburtstag an.

Auf der Terrasse der Lodge wird derweil alles für das Abendessen vorbereitet. Es ist sehr kalt geworden und eine Lodge Angestellte fragt nach, ob jemand von uns eine Wärmflasche fürs Bett haben möchte.

Wir verneinen, schließlich sind wir in Afrika. Und werden es nachts bitter bereuen.

Nach dem Essen kommt auch hier eine Gruppe Lodgemitarbeiter und singt abermals ein Geburtstagsständchen für Peter und bringt einen Kuchen. Na wenn das kein gutes Zeichen für das neue Lebensjahr ist, wissen wir es auch nicht.

Wir schleichen im Dunkeln in unsere Zelte und kuscheln uns unter die warmen Plumeaus, die mit Springböcken bestickt sind.

Leider haben Heike und ich vergessen, die beiden Zeltplanen der Fenster an unserem Zelt zuzuziehen. So werde ich nachts vom eiskalten Wind wach, der mir im Bett noch durch die Haare wuschelt. Es ist unglaublich kalt und ich ziehe mir die Bettdecke über den Kopf um keine Frostbeulen an den Ohren zu bekommen. Bin allerdings zu faul um raus zu gehen und die Plane zu schließen.

 

18.8.2017 Taranga Safari Lodge - Mahangu Lodge

Morgens bleiben wir so lange wie möglich im warmen Bett, keiner von uns möchte in das 3 Grad kalte Bad. OHNE HEIZUNG!

Nach einem Sprint unter die heiße Dusche ziehen wir uns in Rekordgeschwindigkeit an und gehen zum Frühstück.

Die Sonne geht gerade auf aber an unserem Tisch, der noch im Schatten liegt, ist frühstücken nicht drin. Zu kalt.

Wir verteilen uns auf die Sonnenplätze der Terrasse und wärmen uns die Hände am heißen Kaffee. Das ist also der Winter in Afrika.

Ingo zeigt uns Whats App Fotos, die er aus dem Süden des Landes bekommen hat. Hier ist in der Nacht Schnee gefallen und die Leute haben winzige Schneemänner gebaut.

Verrückt!

Nach dem Frühstück freuen wir uns auf den warmen Bus und fahren an der angolanischen Grenze zurück Richtung Osten. Unterwegs halten wir gegen Mittag an und grillen das erste Paket Boerewors, die ganz hervorragend zum Gin Tonic schmeckt.

Wir passieren Rundu, vorbei an Ndiyona und Divundu und erreichen schließlich dem Kavango folgend, die Mahangu Lodge.

Nachdem wir unsere Bungalows bezogen haben,bleibt noch Zeit für einen Rundgang auf dem Gelände und ein kühles Getränk. Auf der angolanischen Seite des Kavango kommen Elefanten ans Wasser und es ist herrlich den Tieren zuzusehen.

Es steht noch eine Bootsfahrt in den Sonnenuntergang an und auf dem Boot lassen wir den Tag gemütlich ausklingen.

Abends essen wir auf der Terrasse der Lodge aber es ist wieder bitter kalt und wir beschließen, am nächsten Abend in den Speisesaal zu gehen.

Nach dem Essen entern wir aus lauter Verzweiflung ob der Kälte die Bar und versuchen es mit "Warm-Trinken" was nach einer Runde Ouzo auch klappt. Schnell huschen wir in unsere Betten und kuscheln uns unter die warmen Federbetten.

 

19.8.2017 Ohange Lodge

Um fünf Uhr früh werde ich wach und beschließe gerade, noch liegen zu bleiben als Ingo an meine Tür klopft und sagt, ich soll schnell mit der Kamera nach draußen kommen.

Ich springe in meine Klamotten, packe mich warm ein und gehe auf die Terrasse der Lodge. Dort bietet sich ein spektakuläres Schauspiel. Nebelschwaden wabern über dem Fluss, die ersten Vogelschwärme ziehen vorüber und auf angolanischer Seite geht die Sonne auf. Ein unglaubliches Naturereignis und nur wir sind dort und können in Ruhe fotografieren.

Ich klettere auf den Aussichtsturm der Lodge und habe von dort oben einen herrlichen Ausblick über die verwunschene Märchenlandschaft.

Da hat sich das frühe Aufstehen gelohnt.

Nachdem sich der Nebel aufgelöst hat, gehe ich mich fertig machen und wir treffen uns alle am Boot mit dem wir eine Frühstücksfahrt machen.

Auf dem Boot ist es wieder sehr kalt und die Lodge Angestellten laufen mit Pudelmützen und Handschuhen herum.

Heike und Kerstin haben sich in Wolldecken gehüllt und es sieht aus wie bei einer Kaffeefahrt mit Heizdeckenveranstaltung.

Trotzdem haben wir viel Spaß, genießen das köstliche Frühstück und entdecken etliche Hippos im Wasser und jede Menge Vögel.

Nach unserer Rückkehr machen wir eine kurze Pause und fahren dann mit Ingo zum Mahangu Game Park.

Dort sehen wir Elefanten und Antilopen aus nächster Nähe und stoßen auf eine Gruppe von mindesten 60 Hippos die in der Sonne liegen oder sich im Wassertümpel suhlen.

Auch eine Gruppe Paviane kreuzt unseren Weg und wir beobachten still die Tiere eine Weile bevor wir weiterfahren.

Im Game Park kann man an manchen Stellen aussteigen und wir beschließen, auch dort zu grillen. Nachdem wir unseren Grillplatz am Wasser gefunden haben, geht Ingo Holz sammeln und wir kommen abermals in den Genuss einer köstlichen Boerewors mit Gin Tonic.

Auf der Rückfahrt zur Lodge sehen wir noch Elefanten und etliche Antilopen. 

Abends essen wir drinnen und brauchen dieses Mal nicht zu frieren. Der Ouzo schmeckt trotzdem und wir gehen zeitig schlafen, da am nächsten Morgen die Weiterfahrt zum Camp Chobe und damit zur Grenze nach Botswana angesagt ist.

Eine kleine Anmerkung aus aktuellem Anlass: leider sind die Hippos im Bwatwata Nationalpark Anfang Oktober 2017 einer Milzbrand Epedemie zum Opfer gefallen. Wir haben sie noch gesund und munter gesehen und fotografieren können.

 

20.8.2017 Mahangu Lodge - Camp Chobe

Nach dem Frühstück heißt es wieder Koffer vor die Tür stellen und um acht Uhr geht es weiter Richtung Osten an die Grenze zu Botswana.

Flori hat die Oberhoheit über den CD Player und spielt uns seine schöne Afrikaans Musik vor, auch unsere "Hymne" die von einer Gruppe Reisender handelt.

Wir folgen dem Verlauf des Kavango und erreichen gegen Mittag die Lodge, die mit ihren Zelten wundervoll am Wasser liegt.

Der Wasserstand ist noch ok und so machen wir eine Bootsfahrt am Nachmittag und sehen große Herden Zebras, Wasserbüffel, sehr viele Vögel und die typischen Rinder des Kavango Gebietes. Es ist wieder herrlich mit dem Boot übers Wasser zu fahren.

Am Abend wird das Abendessen in einem Zelt serviert und ein Tischnachbar feiert seinen Geburtstag, der wieder sehr nett und fröhlich vom Gesang der Lodgeangestellten begleitet wird.

Die Atmosphäre im Zelt ist traumhaft und wir lauschen noch lange den Geräuschen der Tiere um uns herum.

21.8.2017 Camp Chobe - Zovu Elephant Lodge

Nach einem gemütlichen Frühstück beladen wir den Anhänger und fahren über die Grenze nach Botswana wo wir erst einmal nach der Passkontrolle und dem Besuch im Immigration Office patschi patschi in der Wanne mit dem Desinfektionsmittel gegen Maul-und Klauenseuche machen müssen. Am Grenzübergang ist es noch ruhig und wir haben noch Zeit, den gewaltigen Baobab Baum dort zu fotografieren.

Von der Grenze aus geht es auf der Landstraße durch den Chobe Nationalpark und wir halten Ausschau nach den Hornraben, die wir dieses Mal aber leider nicht sehen. 

Dafür kreuzen 3 Elefanten unseren Weg wobei der kleine Elefant stolpert und am Straßenrand wortwörtlich auf seinen Rüssel fällt, sich aber schnell wieder aufrappelt und den beiden Großen hinterher läuft.

In Kasane angekommen, warten schon Peter und Robert von der Lodge auf uns. Wir müssen wieder ins Immigration Office zum Auschecken, da wir mit dem Boot zur Lodge auf namibischem Staatsgebiet fahren.

Das Gepäck wird auf ein separates Boot verladen und schließlich kommt Alta, die Lodgebesitzerin,  vom Einkaufen zurück und wir fahren über den Chobe zur Lodge.

Wie auch im letzten Jahr werden wir auf dem Wasser mit einem leckeren Gib Tonic begrüßt und es fühlt sich an wie nach Hause zu kommen. 

Vor der Lodge warten schon die Angestellten um uns zu begrüßen und wir beziehen unsere Bungalows bevor es Mittagessen gibt.

Am Nachmittag startet die erste Bootsfahrt mit Peter über den Chobe und alle sind begeistert. Wir sehen jede Menge Tiere und der Sonnenuntergang ist mal wieder traumhaft auf dem Wasser.